Wissenswertes zum Apfel

Wissenswertes zum Apfel

Was man über Äpfel wissen sollte

Äpfel zählen zum Kernobst und zur Familie der Rosengewächse. In der Blüte ist ein Fruchtknoten eingesenkt. Aus ihm entsteht später der Apfel. Äpfel haben ein “mehr oder weniger mächtig entwickeltes Fruchtfleisch”, wie es das Österreichische Lebensmittelbuch beschreibt. Äpfel werden nach unterschiedlichen Kriterien in Kategorien eingeteilt. Tafeläpfel sind für den direkten Verzehr geeignet, können aber auch verarbeitet werden. Hat ein Tafelapfel etwa einen Schalenfehler, wird er zu Saft verarbeitet. Mostäpfel sind sehr säuerlich. Sie trinkt man besser, zum Beispiel in Form von Most.

Außerdem gibt es die Unterscheidung zwischen Sommer- und Winteräpfel. Winteräpfel bewahren nach der Ernte im Herbst noch einige Monate lang ihre Genussreife. Sommeräpfel sind wasserreicher, daher nicht gut lagerfähig und für den Lebensmitteleinzelhandel weniger geeignet. Als Erwerbsobst bezeichnen wir Obst, das für den Verkauf angebaut wird. Die häufigsten Sorten im Lebensmitteleinzelhandel sind allesamt Tafeläpfel und Winteräpfel. Die Erntezeit für Äpfel der verschiedenen Sorten erstreckt sich von Ende August und Oktober.

Apfelallergie

Nach dem Verzehr eines rohen Apfels juckt die Zunge, brennt der Rachen und kleine Bläschen entstehen? Wenn man dann noch gleichzeitig ein Birkenpollenallergiker ist, dann hat man höchstwahrscheinlich eine Apfelallergie. Schätzungen zufolge sind in Nord- und Mitteleuropa acht Prozent der Bevölkerung davon betroffen. Dem Körper schmecken die Apfeleiweißmoleküle nicht, er stuft sie als fremd ein. Ein Apfelallergiker muss allerdings nicht unbedingt gänzlich auf Äpfel verzichten. Ältere Sorten werden tendenziell meist besser vertragen, da sie mehr Polyphenole enthalten. Polyphenole sind für das Braunwerden des Apfels verantwortlich, nachdem man ihn anschneidet. Aus neueren Sorten wurden diese Stoffe systematisch heraus gezüchtet. Mit dem Schälen, Raspeln und Erhitzen des Apfels steigert sich seine Verträglichkeit zunehmend.

Lagerung

Nicht alle Apfelsorten eignen sich für eine lange Lagerung. Vor allem die sehr frühen Apfelsorten wie der Klarapfel, Alkmene oder Gravensteiner eignen sich nicht für eine lange Lagerung. Diese müssen sogar innerhalb weniger Tage nach der Ernte verarbeitet werden. Sonst werden sehr sie schnell mehlig und verlieren an Geschmack. Diese Sorten sollten sogar im Kühlschrank gelagert werden damit Sie nicht zu schnell verderben. Äpfel reifen, wie das meiste Obst nach der Ernte nach. Bei diesem Reifeprozess wandelt sich Reststärke im Apfel in Zucker sowie der Zucker in den Fruchtzucker Fructose um. Dadurch wird der Apfel süßer und im Geschmack intensiver.  Je nach Apfelsorte läuft dieser Nachreifeprozess langsamer oder schneller ab. Eine weitere Konsequenz dieses Reifeprozess ist eine Änderung der Konsistenz des Apfels. Je länger die Lagerung umso mehliger wird der Apfel – der Apfel verliert seine Knackigkeit.

Gute Lagerbedingungen wären:

  • 2-8 °C Lagertemperatur
  • Hohe Luftfeuchtigkeit
  • Am besten kühler und dunkler Kellerraum
  • Platz Äpfel nebeneinander zu lagern

Unser Tipp für dich zu Hause

Wenn du nicht auf einen feuchten unbeheizten Keller Zugriff hast kannst du die Äpfel in Kunststoffbeuteln lagern. Dies ist eine Lagermethode, die auch von den Großerzeugern verwendet wird um Äpfel lange zu lagern und für den Verkauf frisch zu halten. Dazu gibst du die Äpfel in große Beutel mit ein paar wenigen Luftlöchern. Den Beutel verschließen und an einem möglichst kühlem Ort gelagert. Durch die geringe Luftzufuhr entsteht ein Klima das den Reifeprozess behindert. Zudem wird das Austrocknen der Äpfel verhindert.

Natürlich könnt ihr auch gerne unsere Standler nach weiteren Tipps und Tricks rund um das Thema Äpfel befragen!

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